ÄTHIOPIEN Bäume für Bildung und bessere Hygiene

Eine Dorfschule bekommt Toiletten

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Über das Projekt

Der Verein GEO schützt den Regenwald (GEOsdR) hat 2021 die Kampagne "Bäume für Bildung" ins Leben gerufen. Sie ermutigt Dorfgemeinschaften in Äthiopiens Bergwäldern bei der Wiederaufforstung zu helfen. Im Gegenzug erhalten die Dörfer eine bessere Ausstattung für ihre oft desolaten Schulen. So wie das Dorf Ogeya, wo der Schuldirektor schon viel Kreativität und Eigeninitiative bewiesen hat. Er legte zusammen mit Eltern einen Schulgarten an und baute einfache Sportgeräte auf das Gelände. Doch seine wichtigsten Wünsche für die Kinder brauchten Hilfe von außen: Sauberes Trinkwasser und Toiletten!

Die Bergwälder der Region Kaffa im Südwesten Äthiopiens zählen zu den 36 globalen Hot Spots der Biodiversität und sind Heimat des Arabica-Kaffees. Seit 25 Jahren setzt sich GEOsdR schon für den Erhalt dieser einzigartigen Wälder ein. Eine wichtige Voraussetzung: Die Dorfgruppen müssen Waldnutzungsrechte bekommen, damit sie aus dem Wald Einkünfte erzielen und zugleich ihre Heimat vor Abholzung und Vielfaltsverlust schützen können.

Denn im krassen Gegensatz zum Reichtum der Natur steht die Armut der in den Bergwäldern lebenden Menschen. Sie sind fast alle Selbstversorger, bauen an, was sie zum Überleben brauchen. Ohne Hilfen vom Staat, der nur die Lehrergehälter bezahlt, können sie die Schulen ihrer Kinder nicht unterhalten. Es sind meist einfache Lehmbauten mit löchrigen Wellblechdächern, häufig ohne richtige Türen oder Fenster, es gibt kein fließendes Wasser oder gar Strom. Die Kinder quetschen sich zu fünft in Schulbänke oder sitzen auf am Boden liegenden Brettern. Zwischen drei und zehn Kinder teilen sich ein Buch. Über die Hälfte brechen die Grundschule ab.

Die Grundschule Meneka im Dorf Ogeya ist eine von insgesamt sechs Schulen, die GEOsdR betreut. Sie wurde jetzt als Pilotschule für Verbesserungen der Hygienesituation ausgewählt. Im Jahr 2024 konnte bereits eine Wasserquelle im Dorf eingefasst und daraus eine Zisterne gebaut werden. Nun sollen 2025 zwei Blöcke für je vier Trocken-Toiletten entstehen. Ein Block für die Mädchen, ein zweiter für die Jungs - dazwischen mindestens 50 Meter Abstand. So will es die äthiopische Bauordnung. Die Konstruktion verantwortet ein einheimischer Bauingenieur.

Sobald die neuen Toiletten fertig sind, dürfen sich Vertreter anderer Dorfschulen über das neue Hygienekonzept informieren. Und GEOsdR wird versuchen, Mittel zu beschaffen, damit auch die anderen Schulen der Kampagne "Bäume für Bildung" neue Toilettenanlagen erhalten.

Die Alexander Gruner Stiftung hat den Bau der neuen Toiletten der Dorfschule Meneka finanziert. Sobald sie fertig sind, berichten wir natürlich darüber.