Yunus Social Business Investment in
das Gute

Armutsbekämpfung durch
Unternehmertum

Über das Projekt

Die Idee von Yunus Social Business (YSB) ist einfach und überzeugend: Die gemeinnützige Organisation verwandelt Spenden in faire Kredite für sorgfältig ausgewählte Sozialunternehmen, die Menschen aus der Armut helfen. Kapital, das die Firmen sonst nur schwer bekommen hätten. In Ostafrika, Lateinamerika und Indien berät und finanziert YSB nachhaltige Firmen in den Bereichen Landwirtschaft, Beschäftigung, Bildung, Gesundheit und Umweltschutz.

Die Bilanz: Zwischen 2011 und 2020 erhielten 66 Sozialunternehmen und 2000 selbstständige Sozialunternehmer*innen insgesamt 16 Millionen US-Dollar Finanzierung. Sie verbesserten für 13 Millionen notleidende Menschen die Lebensbedingungen und sicherten rund 75.000 von ihnen ein höheres, festes Einkommen.

Mitgründer und Namensgeber von YSB ist Prof. Mohammad Yunus. Er baute ab 1983 in seiner Heimat Bangladesch die Grameen Bank und das System der Mikrokredite auf, wofür er 2006 mit dem Friedensnobelpreis geehrt wurde.

Lokale Berater*innen-Teams von YSB arbeiten aktuell in Uganda, Kenia, Indien, Brasilien und Kolumbien. Sie identifizieren in einem ersten Prüfungsprozess jene Bewerber, deren sozialunternehmerischer Ansatz am vielversprechendsten ist. Darauf folgt ein Programm aus intensivem Coaching und Mentoring, bevor ein langfristiger, niedrig verzinster Kredit – zwischen 100.000 und 500.000 US-Dollar – freigegeben wird. Nach der Auszahlung evaluieren die Teams von YSB die Unternehmen monatlich zu finanziellen und sozialen Kennzahlen und stehen weiter als Ansprechpartner*innen zur Verfügung.

Die hohe Rückzahlungsquote der Kredite zeigt, dass die geförderten Sozialunternehmen langfristig auf eigenen Beinen stehen. Und jede erfolgreiche Förderung ermöglicht YSB die Finanzierung weiterer Firmen, die neue Ansätze im Kampf gegen Armut, Ungleichheit und Klimawandel finden wollen.

Der Corona-Notfallfonds

Die meisten der von YSB geförderten Sozialunternehmen konnten mit Beginn der Pandemie ihre Mitarbeiter*innen nicht mehr bezahlen, die zumeist zur unteren Einkommensgruppe gehören und kaum Ersparnisse haben.

YSB hat in kurzer Zeit einen Notfallfonds von zwei Millionen US-Dollar aufgelegt, um gezielt jene zu unterstützen, die gar keine anderen Verdienstmöglichkeiten mehr haben. Das Nothilfeprogramm konnte bisher 19 Sozialunternehmen helfen und und über 1.000 Vollzeitarbeitsplätze sichern. Insgesamt fast 70.000 Menschen hat diese Nothilfe bisher erreicht (Stand: November 2020).

So beispielsweise im Sozialunternehmen „Burn Manufacturing“ in Kenia, das „saubere“ Kochherde produziert. Sie sollen in den Sub-Sahara-Regionen Afrikas das Kochen über offenem Feuer ersetzen, was ebenso umwelt- wie gesundheitsschädlich ist. Über zwei Millionen Menschen profitieren bereits von den sauberen, mobilen und kostensparenden Kochstellen.

Die Alexander Gruner Stiftung hat Yunus Social Business 2019 und 2020 unterstützt.

Hier geht es zu Yunus Social Business